Ein außergewöhnliches Seminar mit einem Namen, der eine Untertreibung ist.
Natürlich spielte in diesem Seminar der Squat-Test eine zentrale Rolle – jedoch keine ausschließliche. Robin Lansman zeigte mit Hilfe dieses Tests, wie vielseitig verwendbar und wie ökonomisch ein gutes Denk- und Anwendungsmodell für uns als osteopathische Praktiker ist.
Einen guten Einblick in Inhalte und Verlauf des Seminars verschafft der Erfahungsbericht unseres Kollegen Ulrich Hübner, der Robin beim Kurs übersetzte.
Postgraduatkurs mit Robin Lansman DO, BSO London
Bericht aus Sicht des Übersetzers
Ich fang mit dem Ende an: Die erste Frage, als der Kurs beendet und Zeit für letzte Fragen war, lautete: Können wir uns schon zu einem Aufbaukurs anmelden und wann findet der statt?
Und als ich mit Robin den Raum aufgeräumt habe, sagte er mir, dass er vor Aufregung, ob der Kurs gut wird, die Woche vor Beginn kaum geschlafen habe.
Die Kurzzusammenfassung des Kurses lautet:
Der Squat-Test (Kniebeuge-Test) bietet in seiner extremen Ausführung die Möglichkeit,
- - beim Test die Stellen in den Muskelketten zu finden, die zu überspannt oder zu schwach sind
- - sofort in der fascialen Behandlung darauf zu reagieren und
- - im wiederholten Test die Veränderung zu sehen und
- - die notwendige Übung für die Zeit zwischen den Behandlungen zu entwickeln, nämlich ein individuell angepasster Squat.
Um auf das Problem, aus dem sich der Kurs entwickelt hat, aufmerksam zu machen, war die erste Aufgabe an die Teilnehmer, sich klar zu werden, was sie aus ihren Befunden und Tests als Information erhalten und wie sie darauf reagieren.
Es ergab sich, dass die bisherigen Tests und Befunde nicht schlecht sind, aber nicht gezielt genug. Eingeschobene praktische Teile zeigten, dass mit dem Squat Einiges schneller offensichtlich wurde. Die verschiedenen Möglichkeiten, einen Squat auszuführen und einzusetzen, auch bei älteren oder verletzten Patienten, war die Arbeit der nächsten Abschnitte.
Die Pausen wurden bereichert von „Scottish Butter Biscuits", die Robin extra mitgebracht hatte, um das echt englische Feeling des Kurses herzustellen.
Möglichkeiten, die entdeckten Mängel an Kraft, Spannung, Schwäche, Schmerz zu bearbeiten, wurde am letzten Tag intensiv gezeigt, erlernt und im wiederholten Squat für gut befunden. Die anatomischen, medizinischen und osteopathischen Grundlagen, die Robins Überlegungen zugrunde liegen, wurden als Bonbons eingestreut.
In den schnell wechselnden zusätzlichen Informationen über
- - Eis und Wärmeanwendung,
- - Sinn, Unsinn und Effekt von Einlagen,
- - Zusammenhänge von Einflüssen der Extremitäten in Beuge- oder Streckaktivität auf die Übergänge im Rumpf auf Beuge- und Streckmuster der Fascien,
- - Einflüsse von Einseitigkeiten verschiedener Sportarten in Kombination einseitiger Arbeitshaltungen
- - u.v.m.
hat sich die anfängliche Unsicherheit über den „komischen" Squat - erst zögerlich und dann beschleunigt - zu der Überzeugung entwickelt, dass mit dem Squat ein perfektes Werkzeug entstanden ist, um schnell und adäquat auf - vor allem - Sportverletzungen und deren Rehabilitation zu antworten.
Ulrich Hübner
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