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17.12.2009

Politik

Häufig erhalten wir Anfragen von unseren Schülern, wie die rechtliche Situation der Osteopathie in Deutschland denn nun aussieht. Auch erleben wir auf den zahlreichen Informationsveranstaltungen unter den Interessenten immer wieder rege Diskussionen, was denn nun erlaubt, und was nicht erlaubt ist. Auf diese Fragen gibt es heute keine eindeutigen und klaren Antworten. Nicht nur wir, die täglich mit dieser Materie zu tun haben, auch die Politik und die Gerichte, geben diesbezüglich keine eindeutigen und klaren Vorgaben.

Teilweise ist diese unklare Situation normal, denn die Osteopathie ist eine relativ junge Form der Heilkunde. In den letzten 20 Jahren hat sie den Weg über Großbritannien, Frankreich und Belgien nach Deutschland gefunden. In diesen 3 Nachbarländern hat die Osteopathie inzwischen ihren Platz in der nationalen Gesetzgebung bekommen. Die Tätigkeit eines Osteopathen ist geregelt und der Beruf anerkannt. Man darf neidvoll auf das Errungene blicken, sollte aber nicht vergessen, dass die Osteopathen in diesen Ländern einen langen und steinigen Weg gegangen sind.

Wenn wir die Fakten in Deutschland betrachten, dann stellen wir fest, dass man Osteopathie auch in Deutschland rechtmässig ausüben kann. Wir halten Folgendes fest:

  • Es gibt keine staatliche Regelung der Ausbildung und der Berufsbezeichnung in Deutschland.
  • Es gibt in Deutschland auf Länderebene lediglich eine staatliche Regelung: die Weiterbildungs- und Prüfungsordnung (WPO) Osteopathie des Landes Hessen. Diese WPO legt die Kriterien fest, wie eine Ausbildung auszusehen hat, damit der Schüler mit Bestehen seiner Abschlussprüfung das Diplom zum staatlich geprüften Osteopath erhält.
  • Das alleinige Diplom „Osteopath" (weder national noch international erworben) berechtigt nicht die Osteopathie auszuüben. In Kombination mit der Approbation oder der Heilerlaubnis ist es erlaubt.
  • Nur Osteopathen, die gleichzeitig Arzt mit Approbation oder Heilpraktiker sind, dürfen den Patienten ohne Weisung behandeln.
  • Der Heilmittelkatalog der gesetzlichen Krankenkassen sieht die Osteopathie nicht als Leistung vor und somit werden die Kosten in der Regel hierfür nicht übernommen.

Fazit: Es ist also möglich Osteopathie auch als Physiotherapeut selbstständig auszuüben, unter der Bedingung, dass man die Heilerlaubnis nach dem Heilpraktikergesetz erwirbt. Unser Institut fördert und unterstützt diesen Weg.

 

Die zukünftige Entwicklung

Über die zukünftige Entwicklung lässt sich sicherlich vorzüglich streiten. Die verschiedenen Berufsverbände, sogar die Schulen verfolgen teilweise unterschiedliche Ziele. Wir können hier nur die Vorstellungen des IFAO darlegen.

Mit dem Ziel eine qualitativ hochwertigen Ausbildung anzubieten, wurden in der Vergangenheit gemeinsam mit den in der BAO organisierten Schulen Umfang, Inhalt und Prüfungsanforderungen klar geregelt. Diesen Kriterien haben sich in der Vergangenheit bewährt.

Durch die WPO Osteopathie sind diese Kriterien für Ausbildungen in Hessen leicht verändert worden. Auch wenn nicht alle Vorgaben, unserer Meinung nach, pädagogisch optimal sind, passen wir uns diesen staatlichen Vorgaben an. Der Erwerb des Diploms einer staatlich zertifizierten Ausbildung dürfte in Zukunft bei den Kriterien zur Zulassung zum Beruf noch eine wichtige Rolle spielen.

Die Entwicklung in den Nachbarländern hat gezeigt, dass dieser Weg irgendwann um einen akademischen Zweig erweitert werden muss. Wir haben mit der Kooperation mit der medizinischen Akademie der IB-Hochschule Berlin einen solchen Weg beschritten. Wir sind davon überzeugt, dass in Zukunft die Osteopathie über den Bachelor- und Masterabschluss führen wird. Wir müssen nur Sorge tragen, dass die verschiedenen Wege der Ausbildung (berufsbegleitend für Physiotherapeuten, Krankengymnasten und Heilpraktiker oder über den Weg des osteopathischen Mediziners) nicht zu Sackgassen werden. Der Einstieg in den Bachelor- für die einen und in den Masterkurs für die anderen muss möglich sein.

Die Akademisierung der Ausbildung zum Osteopath wird zwangsläufig die Frage der Berufsbezeichnung aufwerfen. Die Fragen was ein Osteopath können muss und was er am Patienten machen darf sind dann zu klären. Wir sind der Meinung, dass wir durch eine qualitativ hochwertige Ausbildung kompetente und gewissenhafte Osteopathen ausbilden, die auch im Primärkontakt den Patienten behandeln dürfen sollten.
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